Ihr Fachhändler für Grossmodelle mit Brushless-Power
Wie alles begann...

Angefangen hat es 2003 mit einem FG-Competition-Formel, der eigentlich nur als Standmodell in einer Vitrine stehen sollte (Michael Schumacher, wer kennt das nicht). Da stand er nun, schön und unbeweglich. Da muss man doch was machen können, damit der auch fährt. Ein Verbrennermotor kam nicht in Frage, der Geruch hat nichts im Wohnzimmer verloren.
Also Elektro. Mit einem 12 Volt NiMh Akku, einem Boot-Fahrregler und einem nicht sehr leistungsstarken Bürstenmotor konnte das Modell in der Hofeinfahrt bewegt werden. Nett aber sehr unbefriedigend.
Auf der Suche nach leistungsstärkeren Antriebskomponenten bin ich dann zur Brushless-Technik gekommen und dabei so ganz nebenbei über einen FG-EVO04 gestolpert. Das schien mir dann die richtige Basis für ein Elektro-Modell, das mit einem Verbrenner mithalten kann, zu sein. Da jedoch zum damaligen Zeitpunkt die Lipo-Technologie noch in Ihren Modellbau-Kinderschuhen steckte, mußte eine größere Chassisplatte und eine passende Motorhalterung her.

So ist dann Ende 2004 der E-Power05 entstanden. Das Modell hat dann Ostern 2005 auf der Strecke des LMCC in Luxemburg seine Jungfernfahrt erlebt und wurde zum Ausgangspunkt für viele noch folgende Prototypen und einige in Serie gefertigte Umrüstsätze für Modelle der großen 1:5er Hersteller. Diese Prototypen waren und sind im Grunde genommen der Ausgangspunkt und die Initialzündung, die uns zur Entwicklung von weiteren Produkten rund um den Elektro-Antrieb im Großmodell geführt haben.
Nachfolgend können Sie einen Blick auf einige sehr interessante Modelle werfen, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Die Modelle dienten, ausgerüstet mit umfangreicher Meßtechnik, als Testlabor oder wurden erfolgreich im harten Renneinsatz gefahren.

Der erste E-Power05 mit einem Flyware T-Rex 40 Außenläufer ca. 4KW, ein sehr leistungsstarker Brushless-Motor.
In Form gebracht von einem Schulze future 32.170.
"Betankt" mit 32 Stück Kokam Lipos mit je 3200mAh, als 8s4p verschaltet.
Das Modell besteht aus einem, speziell für die Unterbringung der Lipos konstruierten, Carbon Doppeldeck-Chassis mit eigener Motor-Getriebe Einheit.
Die Vorderachse stammt aus dem H.A.R.M SX3 und die Hinterache aus dem FG EVO04.
Gebremst wurde das kraftvolle Modell von Collari Hydro-Bremsen an Vorder- und Hinterachse.

Noch im gleichen Jahr erste Tests mit 2 Pol Motoren von Lehner, hier ein 2250/11.
Das Getriebe wurde mit dem Riemenantrieb des im gleichen Jahr erschienen H.A.R.M. EP1 (nahezu baugleich mit dem Carson CE-5) ausgerüstet. Durch diesen Umbau ist das Modell deutlich leiser geworden.

Gleichzeitig wurde der E-Power mit kurzem Radstand für Porsche Karossen aufgebaut.
Beide Modelle dienten neben dem Spaß am Fahren eines E-Modells auch als Testlabor für Motoren und Regler. Die gewonnen Daten ermöglichen eine hervoragende Auslegung von Antriebskomponenten für den jeweiligen Anwendungszweck.

Der EP1 hatte einen entscheidenden Nachteil, es gab ihn als Onroadmodell nur mit einem Radstand von 535mm.
Da mein Freund Michael Pohl aber eingefleischter Porsche-Liebhaber ist, musste eine kurze Version mit 465mm Radstand her.
Es entstand ein sehr leichtes und agiles Auto. Wir nannten es EP1schort.
Zunächst von einem Lehner, später und bis heute einem Plettenberg HP370/30A2S angetrieben.
Das Modell wurde von Michael Pohl lange Zeit als Pace-Car im Elfer-Cup eingesetzt.

Die erfolgreiche Umsetzung des EP1schort animierte mich auch ein leichtes Modell mit 535mm Radstand zu bauen.

Einfach einen EP1 umzubauen erschien mir jedoch zu simpel. Also wurde ein Carson C5 mit einem Carbon-Chassis und der Motorhalterung vom E-Power05 bestückt, fertig war der E-Power light.

Er erhielt, anders als der EP1schort eine Magura-Bremse für die Vorderachse. Der EP1s hatte eine H.A.R.M. Arnaldibremse bekommen.

Inzwischen hatte die Hightech Motorenschmiede Plettenberg einen neuen Motor mit vielverspechenden Daten am Start, den Bolido.
Für diesen Motor brauchten wir möglichst viele Einsatz- und Testmöglichkeiten.
Wir bauten einen betagten H.A.R.M Basic Cross zu einem E-Modell um.
Der Motor wurde von einem Schulze future 40.160 geregelt und von Lipos 8s 15.000mAh mit Strom versorgt.
Da das Fahrzeug schon über eine Seilzugbremse für die Vorderräder verfügte, bestand hier kein weiterer Handlungsbedarf.

Für einen seit ca. 2 Jahren auf einen E-Antrieb wartenden Lauterbacher Formel erschien ebenfalls der Bolido der passende Motor zu sein.
Hier wurde der Motor dann anfänglich mit 8s und später mit 10s Lipos befeuert.
Im Modell kam der E-Antrieb also deutlich früher als beim großen Vorbild zum Einsatz.
Auf der Strecke des MAC Saar in Niederwürzbach erreichte der Formel mühelos 90 Kmh.

Wir haben dabei Leistungen bis zu 7 PS gemessen,

Gleichzeitig wurde der E-Power völlig überarbeitet.
Er bekam ein neues schlankeres Carbon-Chassis, die H.A.R.M Hydro-Bremse, nur an der Vorderachse um Gewicht zu sparen, sowie die niedrigere Vorderachse vom FG-EVO, jedoch mit H.A.R.M Querlenkern und trug nunmehr die interne Bezeichnung E-Power06. Der Akku wurde auf 10s3p Lipos geändert. Da Michael beim Elfer-Cup den EP1s und einen kurzen E-Power05 gefahren ist, konnten wir ohne Stress die Lehner-Motoren mit dem Bolido vergleichen. Das Beschleunigungsrennen gegen den original DTM-Audi von Mattias Ekström wurde jedoch auf Grund der höheren Drehzahl (gefordert waren ca. 140 Km/h Topspeed) mit einem Lehner 2250/8HA gefahren. Gesteuert wurde das Modell von Martin Tomczyk.

Einen viel deutlicheren Entwicklungssprung haben wir dann mit dem E-Power08 durchgeführt. Der Bolido bekam ein anderes Gehäuse, einen Innenlüfter und eine völlig neue Halterung. Sie dient der Befestigung des Motors und führt gleichzeitig dessen Wärme auf das Alu-Chassis ab. Der Riemenantrieb musste einem Zahnradgetriebe weichen. Zur Geräuschminderung erhielt das Magg-Diff ein Delrinzahnrad. Dieser Versuch hat sich gelohnt. In zwei Jahren hartem Renneinsatz haben wir nur 2 Zahnräder verschlissen. Gefahren wurde mit 8s oder 10s 12.000mAh. Das Fahrzeug wurde 2 Jahre erfolgreich im Elfer-Cup und in der H.A.R.M Porsche-Tropy eingesetzt, Im Jahr 2009 mit einem Test-Muster des fut-xl-40.160 der Fa. schulze elektronik. Wir sind begeistert von diesem Regler.

Für 2011 haben wir dann einen völlig neuen E-Power konstruiert. Die Basis bildet ein 180mm breites Carbon Doppeldeck, mit innenliegendem Akku, außen angebauten Hydraulikbremsen mit liegenden Servos. Der Bolido musste einem Scorpion Außenläufer weichen, der zunächst von einem Schulze fut-xl-40.161, später von einem Castle Mamba XL2 gesteuert wurde. Das Modell wurde so konstruiert, das es Vorder- und Hinterache von FG als auch von H.A.R.M. aufnehmen kann. Die Halterungen für Motor und Regler sind wie immer von uns. Gefahren wird das Modell mit teilbaren Lipoakkus mit 8s und Kapazitäten von 10.000 mAh bis 20.000 mAh. Dabei liegt das Fahrzeuggewicht zwischen 10 KG und 11,5 KG. Wir nannten das Auto EP2011TW, bzw. den Porsche EP2011PO.

Etwas ganz neues hatten wir uns für 2013 vorgenommen. Unser Ziel war ein Regenauto mit Elektroantrieb auf zu bauen. Hier galt es zunächst die RC-Komponenten vor Wasser zu schützen und sich gleichzeitig den kühlenden Efekt des Wasser für Motor und Regler nutzbar zu machen. Auch hier haben wir wieder ein Doppeldeck eingesetzt, jedoch aus Alu mit einer geschlitzten Bodenplatte und nur 120mm breit. Dieses Doppeldeck ist durch eine Lexanhaube gegen Spritzwasser geschützt, der komplett vergossene Regler sitzt vor dem Außenläufer auf der Bodenplatte und wird somit wie dieser von unten gekühlt. Auf nasser Strecke reicht ein 5s Lipo mit knapp 12.000 mAh ebenso aus wie eine Seilzugbremse vorne und die Motorbremse hinten.